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Mythos Hund – 5 Mythen über Hunde und wie es wirklich ist….

Hunde gehören zu den beliebtesten Haustieren der Welt. Trotzdem halten sich viele Mythen über Hunde, die sich über Jahre verbreitet haben. Manche stammen aus alten Erziehungsmethoden, andere aus Filmen oder Missverständnissen über das Verhalten von Hunden.


Ich habe mir heute 5 Mythen über den Hund genauer angeschaut und verraten, was wirklich dahinter steckt.


1.      Mythos: Ein Hund wedelt mit dem Schwanz = Er ist immer glücklich

Viele Menschen glauben, dass ein wedelnder Schwanz automatisch Freude bedeutet.


Die Wahrheit:

Schwanzwedeln ist vor allem eine Form der Kommunikation.

Ein Hund kann auch wedeln, wenn er:

·       Nervös ist

·       Unsicher ist

·       Aufgeregt ist

Wichtig ist deshalb, die gesamte Körpersprache (Display) des Hundes zu beobachten und auch  die Ohrstellung, Körperhaltung, Gewichtsverlagerung, Gesichtsausdruck und Spannung des Körpers miteinzubeziehen.


2.      Mythos: Hunde sehen nur schwarz-weiß

Dieser Mythos hält sich erstaunlich hartnäckig.


Die Wahrheit:

Hunde sehen nicht nur Schwarz-Weiß, sondern besitzen eine eingeschränkte Farbwahrnehmung.

Sie erkennen vor allem:

·       Blau

·       Gelb

·       Grautöne

Farben wie Rot oder Grün erscheinen für die Hunde als Braun- oder Grautöne.


3.      Mythos: Ein alter Hund kann nichts Neues mehr lernen

Wer kennt denn nicht diesen bekannten Spruch: „Alte Hunde lernen keine neuen Tricks“.


Die Wahrheit:

Hunde können ein Leben lang lernen.

Natürlich genauso, wie beim Menschen, lernen junge Hunde schneller als ältere Hunde.

Aber auch ältere Hunde können in ihrem Tempo:

·       Neue Tricks lernen

·       Verhalten verändern

·       Geistig gefordert werden

Dieses Training kann für ältere Hunde sogar sehr wichtig für ihre mentale Fitness sein.


4.      Mythos: Hunde müssen immer der „Rudelführer-Theorie“ folgen

Lange Zeit wurde in der Hundeerziehung die Idee verbreitet, dass Menschen dominant über ihren Hund sein müssen.


Die Wahrheit:

Moderne Forschung zeigt, dass Hunde nicht ständig versuchen, die Rangordnung oder gar die Weltherrschaft übernehmen zu wollen.

Statt Dominanz funktioniert:

·       Klarheit

·       Kooperation

·       Vertrauen/Verlässlichkeit

·       Positive Verstärkung

·       Souveräne Führung

 

5.      Mythos: Hunde fressen Gras, weil sie krank sind

Viele Hundebesitzer denken sofort, dass etwas nicht stimmt, wenn ihr Hund Gras frisst.

Die Wahrheit:


Grasfressen ist bei vielen Hunden auch normales Verhalten.

Mögliche Gründe für das Fressen von Gras:

6.      Neugier

7.      Geschmack

8.      Verdauungsunterstützung

9.      Langeweile

Nur wenn ein Hund sehr häufig erbricht oder intensiv/extrem viel Gras frisst – sollte man einen Tierarzt kontaktieren.

 

Fazit:

Rund um den Hund halten sich viele Mythen, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Doch moderne Forschung und Erfahrung zeigen, dass Hunde viel komplexer kommunizieren und lernen, als früher angenommen wurde.

Vieles über den Hund ist noch immer nicht erforscht, aber je besser wir unsere Hunde verstehen lernen, desto stärker wird unsere Beziehung und Verständnis zu ihnen.

 

 
 
 

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