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Es gibt Berufe, die man auswählt. Und dann gibt es Berufe, die einen selbst finden.

Bei der Gabe des Hundetrainings am Wochenende hat mich jemand gefragt, warum ich tierschutzqualifizierte Hundetrainerin geworden bin? Laut dem Hundehalter schütze dieses Gütesiegel ja auch nicht vor missbräuchlicher Anwendung aversiven Trainings und genau diese Aussage hat mich zum Nachdenken gebracht. Denn ja – ein Titel allein macht noch keinen guten Trainer. Und kein Zertifikat der Welt kann garantieren, dass Menschen niemals Wissen missbrauchen. Aber für mich war die Ausbildung zur tierschutzqualifizierten Hundetrainerin trotzdem eine bewusste Entscheidung. Nicht wegen eines „Gütesiegels“ - sondern wegen der ganz bewussten Haltung dahinter.


Für mich bedeutet tierschutzqualifiziert nicht einfach nur eine bestandene Prüfung oder ein offizieller Begriff. Es bedeutet, sich intensiv mit Verhalten, Emotionen, Lernen und Stress auseinanderzusetzen. Es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, aber sich auch ständig weiterzubilden. Es bedeutet für mich vor allem, den Hund nicht als funktionierendes Objekt zu sehen, sondern als fühlendes Lebewesen.


Was bedeutet nun „tierschutzqualifiziert“ überhaupt?

Eine tierschutzqualifizierte Hundetrainerin arbeitet nach modernen, wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen über Verhalten, Lernen und Kommunikation von Hunden. Im Mittelpunkt steht dabei immer das Wohl des Hundes.

Das bedeutet:

  • Training ohne Gewalt

  • keine Einschüchterung oder Angst

  • kein Arbeiten über Schmerz oder Druck

  • respektvolle Kommunikation

  • nachhaltiges Lernen statt kurzfristiger Unterdrückung von Verhalten

Es geht also nicht darum, dass ein Hund „funktionieren“ muss. Es geht darum, ihn zu verstehen, denn Verhalten hat immer einen Grund.


Warum mir dieser Weg so wichtig ist

Gewalt beginnt dort, wo Wissen fehlt. Ich habe schon öfters gesehen, wie Menschen aufgrund von Unwissenheit zu Methoden greifen, die auf Dominanz, Strafe oder Kontrolle basieren. Je mehr ich mich mit Hundeverhalten und positiven Training beschäftigt habe, desto klarer wurde mir: Vertrauen ist die Grundlage jeder guten Mensch-Hund-Beziehung.

Ein Hund lernt nachhaltig, wenn er sich sicher fühlt. Nicht, wenn er Angst hat. Deshalb wollte ich einen Weg wählen, der nicht nur effektiv ist, sondern auch fair.


Hundetraining bedeutet für mich Beziehung statt Kontrolle

Viele Menschen kommen mit dem Wunsch ins Training, dass ihr Hund „endlich hört“.

Aber gutes Training beginnt oft an einer ganz anderen Stelle.

Es beginnt mit:

  • Verständnis des Verhaltens

  • klarer Kommunikation - Körpersprache und einem strukturierten, klaren Plan

  • Geduld

  • realistischer Erwartung bezüglich des Fortschrittes

  • Vertrauen/Sicherheit


Ich sehe meine Aufgabe nicht darin, Hunde ständig zu „korrigieren“. Sondern Mensch und Hund dabei zu helfen, Management zu betreiben, ein geeignetes Setting zu gestalten, wo der Hund nicht in Fehler laufen kann und sich gegenseitig besser zu verstehen. Denn oft verändert sich Verhalten ganz automatisch, wenn Bedürfnisse erkannt und passende Lösungen gefunden werden und dabei ist jeder Hund individuell - aber auch jeder Mensch. Deshalb gibt es für mich nicht diese EINE Lösung oder pauschalen Methoden. Ich arbeite individuell, alltagsnah und mit Blick auf das gesamte Mensch-Hund-Team. Ein Hund muss nicht „perfekt“ sein. Er darf Gefühle haben. Er darf lernen. Und er darf Zeit brauchen, genauso wie der Mensch.


Mein Fazit als tierschutzqualifizierte Hundetrainerin

Ich wünsche mir mehr Verständnis für Hunde. Mehr Wissen statt Mythen. Mehr Verbindung statt Machtkampf. Denn ein Hund, der sich sicher fühlt, kann lernen. Ein Hund, der verstanden wird, muss oft viel weniger „Probleme“ zeigen. Und genau dabei möchte ich Menschen begleiten.


Sei gerne dabei und stärke deine Beziehung zu deinem Hund: YOGA and DOG im Juni oder MEDICAL TRAINING im Juni - ich freue mich auf dich!

 
 
 

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